ประเทศไทย

19Feb2015

Sawasdi Ka! Oder so ähnlich... 
Nach 3 Tagen in Bangkok habe ich mich also zusammen mit Elena auf den Weg nach Koh Tao gemacht. Die Erwartungen waren ziemlich hoch, da man immer nur erzählt bekommt, wie wunderschön diese Insel im Süden Thailands sein soll. Es war auch wirklich sehr schön, allerdings habe ich für mich beschlossen, dass mir Koh Phangan (eine der 'Nachbar'-Inseln) besser gefällt. Weißer Sand, Palmen über Palmen und unsere Unterkunft... da wollte man einfach nicht mehr weg. Man sitzt beim Frühstück, links der Pool, rechts das Meer... da muss man sich noch mal gut überlegen, ob man es schafft, zurück nach Deutschland zu gehen! Mit dem Roller die Insel abfahren, an jedem Strand einen Smoothie genießen und hier und da eine Runde schnorcheln gehen. Wobei ich sagen muss, dass ich nach 11 mal schnorcheln innerhalb von 3 Wochen langsam echt genug Fische gesehen habe. Nach Koh Phangan ging es weiter nach Krabi, was an sich keine besondere Stadt ist, aber die Tour zu den Phi Phi Islands - das Schönste, was ich bisher gesehen habe! Kann man nicht beschreiben, muss man sich Fotos von ansehen. Was allerdings eher weniger schön ist, sind die Menschenmassen, durch die man sich in jeder Ecke der Phi Phi Islands schlagen muss. Asien ist ja dafür bekannt, dass Busse, Züge und Boote gerne etwas voll gestopft werden und das haben wir deutlich zu spüren bekommen. Wenn man es aber schafft, sich die 10000 Menschen und Boote in den Buchten wegzudenken, kann man kaum fassen, was man da eigentlich gerade sieht. 
Heute habe ich es mir mal gegönnt, mich massieren zu lassen. Es hat auch nur ungefähr eine Sekunde gedauert, bis ich mich gegen die traditionelle Thai Massage und für die Öl Massage entschieden habe. Gute Entscheidung, denn selbst die war schon leicht schmerzhaft!  Jetzt bin ich von oben bis unten tiefenentspannt und kann das etwas hart geratene Hochbett bestimmt heute Nacht etwas leichter ertragen.
Mein nächster Stop wird Phuket sein, allerdings brauche ich dort mal eine Pause vom ständigen weiter reisen und werde deswegen eine Woche da bleiben. Ich weiß, dass das für euch arbeitende Leute zuhause bescheuert klingt, weil ich ja im Urlaub bin, aber auf Dauer ist es wirklich anstrengend, wenn man jeden zweiten Tag wieder packen, Bus fahren und umziehen muss!

Ich hab es mir anders überlegt, ich will doch nicht nach Hause. Gut für meine Familie, dass der Flug schon gebucht ist und ich zurück muss, sonst würde ich nämlich einfach wieder nach Australien fliegen  aber ich will hier ja niemanden beunruhigen, ich freu mich natürlich auf euch. 
Hier noch ein paar Fotos zwecks des Verständnisses!

Sonnenuntergang Koh Phangan Irgendwo im Paradies Lagoon Phi Phi Islands Unterkunft Koh Phangan Elefanten Trekking Koh Tao

Bye bye Australia; Hallo Bangkok

09Feb2015

Soooo, was hab ich Jahre lang im wundervollen Deutsch Unterricht gelernt? Ein Fazit zu schreiben. Aber wie so oft, bringt mir das im wahren Leben nichts, ich weiß nämlich gar nicht, wo ich bei meinem Fazit anfangen soll.
Wenn man meine Zeit in Australien mal im Gesamten betrachtet, war es wunderwunderschön. Es hat grauenvoll angefangen; ich war schon nach einer Woche (wenn auch nur kurzzeitig) obdachlos, weil meine 'Gastfamilie' mich doch nicht wollte, ich habe in Melbourne keinen Job gefunden und Menschen hab ich auch nicht kennen gelernt. Die ersten vier Wochen hab ich nur noch gedacht, dass ich gerne wieder zuhause wäre. Dann habe ich mich ZUM GLÜCK dafür entschieden, nach Sydney zu gehen, wo ich schnell einen Job gefunden habe. Die ersten paar Wochen waren noch immer nicht wirklich was Besonderes, aber ich habe angefangen, Geld zu sparen und mein Job hat mir von Tag zu Tag besser gefallen. Das Hostel, in dem ich 2 Monate gelebt habe, war zwar dreckig und echt gewöhnungsbedürftig, aber ich habe dort die besten Menschen kennengelernt und trotz ein paar persönlichen Problemchen hier und da, habe ich mich in Australien und vor allem in Sydney verliebt
Meine Zeit an der Ostküste war der beste Teil der gesamten Reise. Ich habe die schönsten Orte gesehen, die mich teilweise sogar ein bisschen verändert haben.
Der Abschied von Australien ist mir so schwer gefallen. Ich saß am Flughafen in Sydney, hab gezittert wie noch nie und wollte nicht in dieses Flugzeug nach Bangkok steigen. Es ist einfach so traurig, dass man Leute trifft, mit denen man in kurzer Zeit extrem zusammen wächst und wenn man geht, weiß man, dass man diese Personen nie wieder sieht, weil sie am anderen Ende von Deutschland, Europa oder der Welt leben. Manche können sich das vielleicht nur schwer vorstellen, aber nach einem halben Jahr gewöhnt man sich wirklich an ein Land.
Als ich mich von meinem Boss verabschieden musste, habe ich gesagt, dass ich wieder komme... also wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als noch mal nach Australien zu gehen
Work and Travel an sich kann ich nur empfehlen und ich will ja nicht zu viel schwärmen, aber Australien ist perfekt dafür! Man darf nur nicht zu viel vom Anfang erwarten. So viele Backpacker, die ich getroffen habe, sagen, dass sie zu Beginn ihrer Reise nur wieder nach Hause wollten und ist der erste Monat rum, will man doch nicht mehr zurück.
Als Fazit muss das jetzt aber reichen, ich will schließlich auch noch was zu erzählen haben, wenn ich zurück bin!

Nun zu meinem ersten Eindruck von Bangkok: Es ist dreckig. Wenn man die Luft sieht (es sieht aus wie Nebel, ist allerdings Dreck), hat man ein bisschen Angst, einzuatmen und die Häuser hier sehen teilweise aus, als hätte selbst ich die mit ein paar Brettern besser hingekriegt... aber ich finde es wirklich interessant, das mal zu sehen und natürlich gibt es auch schöne Dinge. Zum Beispiel die ganzen Tempel. Da bleibt einem schon mal der Mund offen stehen, weil es einen umhaut! Außerdem ist Thailand so billig, da erschreckt man sich immer wieder, wenn man in Dollar oder Euro umrechnet. Eben war ich in einem kleinen Restaurant essen; mal eben unbeachtet gelassen, dass man uns eine Klopapier Rolle als Servietten hingestellt hat, war es echt gut und ich habe einen Euro bezahlt! Verrückt.
Morgen wird es für mich dann mal Zeit, meine Reise durch Thailand zu planen und zu buchen! Wenn ich etwas mehr von Thailand gesehen habe, hört ihr noch mal von mir.
Achja, mein Handy will hier leider nicht so ganz funktionieren, es ist also sehr schwer, mich zu erreichen, aber ihr kommt bestimmt auch mal ein paar Wochen ohne ein Lebenszeichen von mir zurecht, nicht wahr?! Gut.

Bis bald in Deutschland

Whitsundays und der Sprung aus dem Flugzeug

03Feb2015

Good evening zusammen! Obwohl seit meinem letzten Eintrag erst ein paar Tage vergangen sind, ist schon wieder so viel passiert. Mit dabei war mein definitiv bestes Erlebnis seit ich in Australien bin: Die Whitsunday Segeltour ich würde so gerne versuchen, das in Worte zu fassen, aber es ist echt unmöglich. Wir sind mit unserem süßen Katamaran von Airlie Beach aus losgefahren, das Wetter war perfekt und den Sonnenuntergang über dem Wasser hinter den Bergen zu sehen während man hin und her schaukelt... unglaublich! 24 Leute auf dem Boot und nach einem kleinen Kennenlern-Spiel war die Stimmung passend zu der wunderschönen Umgebung. Wir haben alle draußen geschlafen, das hieß: Man wacht morgens auf, das Boot wippt leicht hin und her, das Wasser glitzert von der aufgehenden Sonne und das Lied Somewhere Over The Rainbow bringt einen dazu, aufzustehen und direkt ins Meer zu springen. Die giftigen Quallen hat man dabei einfach mal kurz ausgeblendet... Morgens sind wir zum Whitehaven Beach gefahren und da dieser Anblick wirklich zu schön ist, um es nur zu beschreiben, sind hier endlich noch mal ein paar Fotos:



Falls an dieser Stelle jetzt jemand neidisch ist... es ist nie zu spät! Ab nach Australien, hier gibt es so viele und vor allem verschiedene Dinge zu sehen. Wie man auf dem ersten Foto sieht, kam ein 'kleines Unwetter' auf uns zu, aber - mal wieder Glück gehabt - es ist genau an uns vorbei gezogen. Danach ging es weiter zum Schnorcheln, natürlich nur im Stinger Suit, weil es gibt ja giftige Quallen, zum Beispiel die, mit denen sich Will Smith am Ende von Sieben Leben das Leben nimmt... ganz beruhigend! Aber eigentlich sind die ja immer nur für alte Menschen oder Kinder gefährlich, also alles halb so wild. Das Schnorcheln war so schön, es war unglaublich, wie viele Fische man wortwörtlich im Gesicht hängen hatte und eine Stunde kam einem dabei vor wie 10 Minuten.
Insgesamt ein perfekter Ausflug, ich wollte wirklich nicht mehr zurück! Unser nächster Stopp war dann Magnetic Island, wo unsere Unterkunft wirklich alles gerettet hat. Das Hostel sah eher aus wie ein traumhaftes Hotel unter den Palmen.



Bei dieser Unterkunft war es recht erträglich, dass das Schnorcheln dort ein absoluter Reinfall war. Alles, was ich gesehen hab, war braunes Wasser, Algen und noch mehr Wasser, weil meine Maske undicht war. Jawoll! Zum Glück war das nicht teuer.. aber egal, zurück zum Pool mit dem Blick aufs Meer und dann ist wie Welt wieder in Ordnung

Heute in Mission Beach angekommen, steht morgen etwas ganz Besonderes an. Falls meine Oma das liest, hat sie dann wahrscheinlich mehr Angst als ich selber... und zwar gehe ich morgen früh Fallschirm springen. Schön entspannt über das Great Barrier Reef gleiten und am Strand landen... ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie aufgeregt ich bin. Aber kein Grund zur Sorge, es ist ein Tandem Sprung, ich hab also jemanden bei mir, der weiß, was er tut! Falls ihr nach morgen Abend nichts mehr von mir hört, könnt ihr dann selber entscheiden, ob mein Internet einfach nicht funktioniert, oder ich irgendwo im Gebüsch gelandet bin

Natürlich werd' ich davon berichten. Allerdings bleiben mir nur noch ein paar Tage in Australien, also bitte nicht wundern, wenn man mal nichts von mir hört. Ich muss mich schließlich in aller Ruhe verabschieden

Bis demnächst, vergesst mich nicht!

Fraser Island

29Jan2015

so, nachdem ich hier grade einen riesen eintrag verfasst hab, der jetzt komplett verschwunden ist, weil es wirklich nervig ist, mit dem handy zu bloggen, fasse ich mich nun kurz. Weil es einige beschwerden gab, dass ich zu wenig in meinen blog schreibe, gebe ich mir jetzt alle mühe! :) aber wenn ihr euch schon beschwert, hinterlasst doch einfach mal ein kommentar, damit ich weiß, dass überhaupt jemand mein geschwafel liest. 

Letztes wochenende war ich auf fraser island. Es war unglaublich und ich würde es jedem empfehlen, der an der ostküste ist. Meine gruppe (jede gruppe besteht aus acht leuten, mit denen man sich den 4WD teilt) war super, wir haben uns von anfang an verstanden und auch wenn es am ersten tag geschüttet hat wie sonst was, war es trotzdem lustig. Auf sand zu fahren ist bei normalen bedingungen echt schön, ich bin am zweiten tag (am ersten hatte ich noch zu viel schiss) bei strahlendem sonnenschein an den wellen entlang gefahren und hab es sogar auf die fähre und wieder runter geschafft. Was nicht mal halb so schwer war wie der weiche sand, der danach auf mich gewartet hat. Ich hatte null kontrolle über das Auto und das lenkrad hat einfach sein eigenes ding gemacht. Ich hab wirklich schon mit einem unfall gerechnet, aber irgendwie hab ich es doch noch geschafft und wir sind sicher zuhause angekommen! Die insel an sich ist wunderschön. Glitzerndes, türkises wasser und weißer sand. Zu schön, um es auf fotos festhalten zu können. Fotos gibt es jetzt außerdem nicht, weil sonst wieder der ganze text weg ist. Scheiß technik.

Jetzt geht es auf zu den whitsundays, ich bin so aufgeregt!! Viel spaß noch in der kälte, ich schwitz mir dann weiterhin hier einen ab. 

Liebe grüße nach zuhause, ich vermisse euch!

3,2,1...

22Jan2015

Zu der Zeit, als ich in Sydney geabeitet habe, hatte ich teilweise das Gefuehl, dass die Zeit so langsam vergeht und jetzt wo ich reise... jagt es mir echt Angst ein, dass mir ploetzlich nur noch 17 Tage in Australien bleiben. Dann geht es weiter nach Thailand!! Der Ostkuestentrip ist bisher so, wie es alle sagen, die es schon mal gemacht haben: Der Wahnsinn Wir haben eine perfekte Abwechslung von ruhigen und eher weniger ruhigen Orten (Okay, Rainbow Beach ist mir etwas zu ruhig, das ist ja schlimmer als Hoengen!) und ab morgen haben wir eine Folge von den drei schoensten Inseln Australiens vor uns! In Byron Bay hatten wir zwar etwas Pech mit dem Wetter, aber man muss auf jeden Fall mal da gewesen sein. Die Leute dort sind alle so entspannt, dass man nie eine Chance hat irgendwie gestresst zu sein... Das mit dem Surfen hat zwar nicht so gut geklappt, wie ich mir das vorgestellt hab, aber immerhin hab ich es versucht!
Seit ich in Brisbane war, weiss ich, was "Hitze" wirklich bedeutet. God. 47 Grad und nicht mal ein frisches Lueftchen in Sicht... Ich will mich da natuerlich nicht drueber beschweren, schliesslich weiss ich, dass meine Lieben sich daheim wahrscheinlich bei null Grad einen abfrieren...
Seit gestern Abend sind wir nun in Rainbow Beach, unser Zugangspunkt fuer Fraser Island. Deswegen kann ich jetzt auch keinen Roman schreiben, weil gleich ein Sicherheitsvortrag fuer's Gelaendewagen fahren am Strand ansteht, aber zumindest die schoensten Bilder der letzten paar Orte muss ich ja mal praesentieren.
Alles in Allem geht es mir gut (natuerlich, wie sollte es mir auch schlecht gehen) und es ist zwar manchmal etwas stressig, wenn man alle zwei Tage weiter faehrt, aber das macht das ganze find ich noch mal viel aufregender und genuegend Straende zum Entspannen gibt es hier auf jeden Fall Achja, fast vergessen: Ich hab vor ein paar Tagen hundert Dollar auf der Strasse gefunden! Ich glaube, Australien bringt mir Glueck...

Byron Bay Botanischer Garten Coffs Harbour Sonnenuntergang ueber Noosa

Huch, ich hab ja einen Blog!

07Jan2015

Klingt vielleicht verrückt, aber bei dem Durcheinander in meinem Kopf vergesse ich echt schon mal gerne, dass ich ja eigentlich meine ganzen Erlebnisse aufschreiben wollte... ALSO. Nachdem ich meinen letzten Monat in Sydney in einer Wohngemeinschaft verbracht habe (bin ich froh, dass ich da raus bin!), hat das Feuerwerk an Silvester wirklich den perfekten Abschluss gebildet. Ich komme ja vom Dorf - bei uns heißt 'Feuerwerk' eine Rakete vom Nachbarn und wenn man ganz großes Glück hat, hält man mal eine Wunderkerze in der Hand. Damit kann man dieses Feuerwerk nicht vergleichen, unmöglich!



Der Abschied von Sydney und den Menschen, die ich hier getroffen habe, ist mir schwerer gefallen, als ich gedacht hätte. Nach drei Monaten fühlt man sich schon irgendwie heimatlich in der Stadt... Allerdings wurde es allerhöchste Zeit für mich, Sydney zu verlassen und jetzt den spaßigen Teil der Reise zu starten. Ich habe teilweise 50 Stunden die Woche in der Bäckerei verbracht und irgendwann reicht es dann mal mit Brötchen verkaufen. Mit dem Geld, das ich durch das Arbeiten in Sydney verdient habe (beim australischen Lohn kommt da zum Glück ganz schön was zusammen), bereise ich in den nächsten 30 Tagen mit Estelle die Ostküste Alles ist von vorne bis hinten durchgeplant, bis zum 6. Februar steht jeden Tag was auf dem Plan und ich kann es echt kaum erwarten! Wir fahren zu den schönsten Sränden der Welt, gehen auf den Whitsundays schnorcheln und segeln, springen aus einem Flugzeug und treffen bestimmt ganz viele Kängurus. Darauf warte ich schon die ganze Zeit! Am 7. Februar geht es dann für mich weiter nach Thailand. Dafür habe ich zwar noch keine konkreten Pläne, aber immerhin einen Flug.

In der nächsten Zeit werden wahrscheinlich eher Bilder als Texte kommen, schließlich hab ich einiges zu tun! Ich vermisse meine Heimat, bald bin ich wieder da!



3 Monate

02Dez2014

Heute ist es genau 3 Monate her, dass ich in Australien angekommen bin. Damit ist die Hälfte der Zeit also schon um und es ist unglaublich, wie schnell die letzten paar Wochen an mir vorbei geflogen sind. Sydney ist mittlerweile wirklich ein Zuhause für mich. Ich mag meinen Job - auch wenn er manchmal etwas langweilig ist - meine Mitarbeiter versüßen mir immer wieder den Tag und mein Boss würde uns nie im Regen stehen lassen.

In dem Hostel, in dem ich eigentlich nur 4 Tage bleiben wollte, lebe ich jetzt schon seit zwei Monaten und werde wahrscheinlich auch noch einige Tage hier bleiben. Vor Weihnachten muss ich hier allerdings raus, da eine Nacht dann statt 20$ plötzlich 70$ kostet... Deswegen suche ich mit Estelle (eine sehr liebe Deutsch-Französin) nach einer Wohnung für zwei Wochen, um dann Anfang Januar Sydney zu verlassen und zur Ostküste aufzubrechen.
Eine weitere wichtige Person ist Linda. Sie habe ich vor ein paar Tagen hier im Hostel kennengelernt und wäre diese Geschichte eine Romanze, würde man es Liebe auf den ersten Blick nennen. Sie ist genauso verrückt wie ich und hilft mir, schlechte Phasen locker-flockig zu überstehen.

Meine Hauptbeschäftigung momentan ist Geld sparen, damit ich beim Reisen nächstes Jahr keine Probleme bekomme. Was das Reisen angeht, habe ich mir zwar diese Woche ein paar 'Pläne' gemacht, wo auf jeden Fall Ostküste, Neuseeland und Thailand dabei sind, aber im Endeffekt muss man es hier einfach auf sich zukommen lassen, weil man ständig neue Leute trifft, mit denen man zusammen reisen könnte und immer zieeemlich spontan sein muss.

Was hier eindeutig nicht funktioniert, ist in Weihnachtsstimmung zu kommen! Man kommt vom Strand zurück, hat noch den Bikini und ein Sommerkleid an und dann geht man in der Stadt an einem riesigen Weihnachtsbaum aus Lego vorbei. Bei dieser Hitze und dem Sommer-Gefühl kann man wirklich nicht an Weihnachten denken. Da hilft es auch nicht, dass ich mir extra im Aldi eine Packung Spekulatius und einen Adventskalender gekauft habe. Dieses Jahr verbringe ich Weihnachten das erste Mal ohne meine Familie und das wird bestimmt total komisch. Allerdings geht es uns allen da gleich und die Leute, die man hier kennenlernt, dienen quasi als Familienersatz. Man hilft sich gegenseitig wirklich viel, jeder hat ähnliche Probleme und da ist es ein sehr schönes Gefühl, von Menschen, die man eigentlich erst kurz kennt, so viel Unterstützung zu bekommen.

Außerdem merke ich schon jetzt, dass mich diese Reise defintiv abhärtet. Wenn man einige Monate in einem Hostel mit ständig dreckigen Toiletten und Duschen, einer Küche ohne Utensilien, einem Esszimmer mit 1000 Kakerlaken und stinkenden Zimmern verbracht hat, kommt einem das Leben in der Heimat danach bestimmt vor wie Luxus pur! Und man versteht, dass man nach 8 Stunden Arbeiten, Kochen, Waschen und Aufräumen einfach keine Lust mehr auf Einkaufen hat... vor allem ohne Auto, wenn man die ganzen Tüten inklusive Wasserflaschen 15-20 Minuten Fußweg schleppen darf.

Zusammengefasst kann ich auf jeden Fall sagen, dass ich hier tolle Erfahrungen mache und das Leben in der Großstadt einfach viel spannender ist als auf dem Dorf, aber trotzdem freue ich mich schon jetzt auf zuhause, meine Familie und Freunde!



SYDNEY

09Nov2014

Wochenende hat sich noch nie so gut angefühlt

17Okt2014

Da mein Blog in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt wurde, hier ein kleines Update: Für mich geht es endlich bergauf, nachdem es mir in Melbourne eher schlecht ging, weil ich keine Unterkunft, keinen Job und keine Freunde hatte, läuft es in Sydney zur Zeit richtig gut. Ich bin noch immer im Hostel, vorerst bis Ende Oktober und das Wichtigste: Ich hab einen Job!! Wer hätte gedacht, dass das noch passiert... Letzte Woche habe ich mich unter anderem bei Lüneburger (Deutsche Bäckerei) beworben und obwohl sie eigentlich schon voll waren, wurde ich zum Probearbeiten eingeladen und hab die natürlich mit meinem Talent direkt umgehauen. Der erste Schock war dann die Umstellung von Spätschicht auf Frühschicht, der ich für die restliche Zeit zugeteilt wurde. Um 4:30 stehe ich auf. Unmenschlich, aber man gewöhnt sich dran. Der Job macht mir mehr Spaß als ich gedacht hätte, ich hab nette Leute um mich rum und wenn deutsche Kunden kommen, freuen die sich immer richtig über deutschsprachige Mitarbeiter.
Dank diesem recht ranzigen, aber viel zu lustigen Hostel habe ich auch mittlerweile einen ganzen Haufen Menschen kennengelernt und abgesehen von denjenigen, die mein Nutella klauen (Laptop, Handy etc. werden hier nicht geklaut, aber dafür Essen!) sind alle super nett und es ist immer was los. Samstag war ich das erste mal hier feiern und ich befürchte, dass mir ab jetzt Himmerich, Starfish und so ein Kram vorkommen werden wie ein Saftladen. Es war zu gut! am Wochenende stehen die Blue Mountains auf dem Plan, also hoffen wir mal auf gutes Wetter

Vor ein paar Tagen habe ich meinen Bruder getroffen, war schon ein lustiges Gefühl. Man ist komplett weg von allem und einfach am anderen Ende und dann steht plötzlich der Bruder vor einem. Das hat auch sehr gut getan, weil die Familie fehlt einem schon ein bisschen.

Bei mir steht jetzt einkaufen an, was ohne Auto eher unentspannt ist, aber man will halt nicht verhungern. Wenn ich es auf die Reihe bekomme, kommen demnächst auch noch mal ein paar Bilder, aber wie gesagt ist das mit dem WLAN hier so eine Sache...

Grüße an die Family und meine Mädels, ich vermisse euch!
Cheers

Job, Unterkunft, Job, Unterkunft, Job...

04Okt2014

So sieht zur Zeit mein Alltag aus. Da das Inernet hier nur ab und zu funktioniert und ich mich deswegen etwas seltener melden kann, hier mal kurz für alle: ich bleibe noch etwas länger im Hostel, da ich bisher keine schöne Wohnung gefunden hab und es mit Abstand die billigste Möglichkeit ist. Außerdem lernt man hier am besten Leute kennen und das ist seeehr wichtig, alleine macht das nämlich alles keinen Spaß. Bis zum 13. habe ich nun ein Zimmer gebucht und bin tagsüber immer auf der Suche nach Jobs. Sobald etwas Interessanteres passiert, melde ich mich wieder!
Also bitte nicht wundern, wenn man einige Tage nichts von mir hört - Ich bin halt am anderen Ende der Welt.

Bis bald

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